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Unter Niederschlag versteht man jede (flüssige oder feste) aus
kondensiertem Wasser gebildete Ausscheidung aus der Atmosphäre. Es können fallende
(Regen, Schnee, Hagel etc.) und abgesetzte Niederschläge (Nebelniederschlag, Tau, Reif,
etc.) unterschieden werden. Zur Bildung von Niederschlag muss die Luft mit Wasserdampf
gesättigt sein, ein Phasenübergang und schließlich ein Wachstum von Tröpfchen und
Eispartikeln stattfinden. Die einzelnen Teilchen müssen zudem eine bestimmte Größe
überschreiten, damit sie zur Erdoberfläche gelangen können und nicht vorher
vollständig wieder verdunsten. Für die Hydrologie vor allem von Bedeutung ist die Menge
(Niederschlagshöhe), die Intensität (kurze, heftige Schauerregen oder langanhaltende
Landregen niedriger Intensität) und die jahreszeitliche Verteilung. Im globalen Mittel
fallen auf die Landflächen jährlich 111000 km³ (746 mm) Niederschlag, auf die Weltmeere
385000 km³ (1066 mm).
Rekorde:
Jahresniederschlagsmenge: 26 461 mm (Cherrapunji, Ostindien)
Monatsniederschlagsmenge: 9 300 mm (am Fuße des Himalaja), Juli 1861
Den Trockenheitsrekord hält Wadi Halfa im Sudan, wo es 19 Jahre lang nicht geregnet hat. |